Über HOTFIVE.de:

Die Musiker der Lothar Krist Hot Five spielen schon seit langem zusammen in der Hannover Big Band. Ihr gemeinsames Ziel: musikalische Präzision, verbunden mit großer Spielfreude und der Lust, jedes Publikum gut zu unterhalten. Und genau in diesen Punkten trifft sich ihre Einstellung zum Big Band Jazz mit der Idee, den fröhlichen Jazz der Gründerjahre in New Orleans neu zu beleben und in professioneller Qualität auf die Bühne zu bringen. „Gute-Laune-Jazz“ – „Good Time Music“, wie sie vor mehr als hundert Jahren auf den Straßen und Plätzen, in den Kneipen und Etablissements von „Big Easy“ entstand. Aus der Indianer-Siedlung auf einer Insel im Mississippidelta war schon um 1700 ein kleine Stadt geworden, in der französische Cajuns und erste deutsche Siedler seßhaft wurden. Bald folgten irische, spanische und sizilianische Einwanderer und um 1800 herum Afrikaner, die als Sklaven von den karibischen Inseln kamen. Sie alle brachten ihre Musik, ihre Tänze, ihr Küche und Künste mit, die sich zu einer einzigartigen Mischung verbanden. New Orleans war damals der einzige Ort auf der Welt, in dem die schwarzen Sklaven ihre Musik öffentlich spielen durften, und es war vor allem ihr Rhythmus, der auch alle Weißen in seinen Bann zog und nicht wieder los ließ. Europäische Melodik und Harmonik vermischten sich mit afrikanischer Pentatonik, dem Blues-Feeling und dem erdigen Klang, der aus tiefster Seele zu kommen schien. Die ersten Ragtime Bands marschierten bei Festen und Funerals durch die Straßen und alle schlossen sich den Street Parades mit ihrem magischen Klang an und feierten mit. Ein Ereignis, auch heute noch oft in New Orleans zu erleben. Die Crew des Afro-Amerikaners Buddy Bolden wie auch die Reliance Brass Band des Irish-American Papa Jack Laine spielten seit 1895 den „ragged Rhythm“, der die Musik und mit ihr die Menschen zum Schwingen brachte. Red Hot-, Bounce-, One Step Music oder Dixie Jass nannte sich schon wenige Jahre später der Sound, der von den kleinen Bands von King Oliver, Kid Ory, Sidney Bechet, Jelly Roll Morton oder der Original Dixieland Jazz Band, den New Orleans Rhythm Kings, Bix Beiderbeckes Wolverines und vielen anderen gespielt wurde. Längst hatten auch europäische Komponisten wie z.B. Antonin Dvorak oder Claude Debussy (Le petit Nègre Cakewalk) den Klang aus der Neuen Welt entdeckt, als 1917 die die erste Jazz-Schallplatte erschien, aufgenommen von der Original Dixieland Jazz Band. Ihr „Livery Stable Blues“ und ihr „Tiger Rag“ wurden die ersten Millionen Seller der Schallplattengeschichte und waren bald im entlegensten Winkel der Welt zu hören.

Als Ur-Oma jung war, in den „Goldenen 20er Jahren“, tanzte sie im frivolen Charleston-Look den One- und den Two Step. Klassisch ausgebildete Musikstudenten in Berlin, Paris, London, Mailand oder Moskau, Tokio und Shanghai wurden vom „Jazz Craze“ erfasst. In King Oliver’s Creole Jazz Band wuchs damals ein junger Cornetist heran, der aus dem tiefsten Slum von New Orleans stammte. Er verdiente bereits als singender Knirps mit seinem Barber Shop Quartett auf der Straße einen Großteil des Familienunterhalts, trug Kohlen aus und trötete dabei auf einem aus Abflussrohr gebauten Horn nach Art seines großen Vorbildes King Oliver. Sein Name: Louis „Satchmo“ Armstrong.

Mit seinem strahlenden Ton auf der Trompete, dem Sound seiner Hot Five und seiner charakteristischen, humorvollen Art zu singen und zu unterhalten wurde er zum ersten Weltstar des Jazz. Ein Star, der aber nie vergaß, woher er gekommen war und was er mit seiner Musik zu sagen hatte: „Grab your coat and get your hat, leave your worries on the door step. Just direct your feet on the sunny side of the street.” (frei übersetzt: Lass die Sorgen hinter Dir, geh raus und feier’ das Leben).

In den gut hundert Jahren seit seiner Entstehung in New Orleans hat sich der Jazz rasant entwickelt und verändert. Die Band LOTHAR KRIST HOT FIVE will an seine Ursprünge erinnern und den „Spirit of New Orleans“ auf die Bühne bringen. Das ist Musik voller Rhythmus, fröhlicher Melodien, jubilierender Kollektiv-Improvisationen, virtuoser Soli und Lust am Entertainment.

THANK YOU „SATCHMO“ – WE’RE GONNA HAVE A GOOD TIME!